Unser Betrieb wurde am 27. Januar 1896 eröffnet und hatte in dem „Mansfelder Hausse“ –Gebäude seinen Sitz. In kurzer Zeit stellte es sich heraus, dass die Bedürfnisse der Keramikindustrie so groβ waren, dass es nötig war, den Betrieb weiter auszubauen und die Produktion zu erhöhen. Im Jahr 1897 wurde der Kaufmann Alfred Mannich aus Stary Zdrój (eh. Altwasser) zum Teilhaber des Betriebs. Er eben brachte zum Kauf des Platzes unter den Bau eines neuen Betriebs.

    Im Jahr 1898 wurde die Druckerei von dem „Mansfelder Hausse“ auf einen neuen Platz verlegt, wo sie sich bis heute befindet.
    Die von Emil Wunderlich gegründete Druckerei der Abziehbilder war die gröβte zu dieser Zeit in Europa.

    Am 1. November 1905 wurde das Handelsunternehmen in eine Gesellschaft umgewandelt, die Emil Wunderlich und Alfred Munnich geleitet hatten. Das Aktionskapital der Gesellschaft Wunderlich und Munnich betrug 900 000 DM. Ferner wurde es auf 1 150 000 DM vergröβert.


    Der Einfluss des Ersten Weltkriegs auf die Betriebstätigkeit

    In der Zeit des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs beschäftigte der Betrieb 300 Arbeiter. Aus Rücksicht auf die damalige Situation gab es Möglichkeiten, Kontakte zu den neutralen Ländern aufzunehmen und eine gröβere Anzahl von Facharbeitern einzustellen. Diese Kontaktaufnahme war von groβer Bedeutung für die Nationalwirtschaft. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde dem Betriebsbesitzer Emil Wunderlich die Erlaubnis erteilt, genauer das Geheimnis des lithografischen Druckes in den Ländern Amerikas zu erforschen. Seit dieser Zeit entwickelte sich der Betrieb systematisch. Auβer „kalter“ Abziehbilder stellte er unterschiedliche Dokumente und sogar Wertpapiere (Wechsel) her. Der Betrieb besaβ auch eine Maschine, mit der eine Waldenburger Zeitschrift gedruckt wurde. Es war aber eine andere Art von Produktion. Die hergestellten Abziehbilder wurden mit Hilfe von Kalaphoniumlack auf die Waren übertragen. Alle anderen Abziehbilder wurden nass übertragen. .

    Die Betriebstätigkeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

    Mit der Bereicherung baute die Firma Wunderlich ihren Betrieb weiter aus. Die Zahl der Fabrikanlagen wuchs durch den Anbau neuer Räume an das Hauptgebäude, in die neue Maschinen und Vorrichtungen gestellt wurden.
    Mit der Produktion beschäftigten sich die Drucker, die Arbeiten wie Pudern und Abstauben wurden von Frauen ausgeübt. Dies war eine äuβerst anstrengende Arbeit.

    Im Jahr 1920 stieg das Aktionskapital der Firma Wunderlich auf 1 750 000 DM. In der Zeit der Inflation machte es dagegen 7 000 000 DM aus.
    Im Jahr 1922 wurde ein Sechsfamilienhaus in der Parkowa Straβe gebaut und Anfang Dezember 1923 erschloss man ein Verwaltungsgebäude auch in der Parkowa Straβe. So entstand in kurzer Zeit ein Betrieb, in dem ungefähr 300 Angestellte beschäftigt waren, Arbeiter und Arbeiterinnen. Man baute erheblich das Maschinenpotential aus, und die Wochenproduktion betrug 60 000 fertige Druckbogen in der Gröβe 55 x 75 cm.


    Die Rolle des Betriebs während des Zweiten Weltkriegs

    Während des Zweiten Weltkriegs stellte der Betrieb weiter Abziehbilder her. Nach der Übergabe des Betriebs den polnischen Mächten befand sich auf dem Gebiet des Betriebs eine Werkstatt, die sich mit der Produktion von Metallerzeugnissen beschäftigte, die auch militärischen Zwecken dienen konnten.

    Die Nachkriegszeit

    Nach dem Zweiten Weltkrieg unterlagen die Abziehbildwerke mehreren Organisationsänderungen, infolge deren 1953 die Abziehbildwerke „Wa³brzyskie Zak³ady Graficzne Kalkomania“ entstanden. Anfangs unterstanden sie dem Keramikindustrieverband Zjednoczenie Przemys³u Ceramicznego in Warszawa und später in Kielce. Seit dem 1. Januar 1973 bildeten sie den Bestandteil des neugegründeten Unternehmens, eine Art Industriekombinat, mit dem Namen Zjednoczone Zak³ady Ceramiki Sto³owej Cerpol in Wa³brzych (Die Vereinigten Tafelkeramikwerke Cerpol in Wa³brzych)..